Calberwisch
Der Name des Ortes weist auf Kolonisten zurück, die Albrecht der Bär zur Kolonisation in die Wische berufen.
calve = kahle Stelle, Lichtung im Wald
wische = Wiese
Calberwisch lag einst inmitten eines zusammenhängenden nicht
unbedeutenden Waldes. Je mehr Siedler nach Calberwisch kamen, desto
mehr freie Bauplätze und urbare landwirtschaftliche Grundstücke mussten
geschaffen werden. Diese Lichtung im Wald bezeichnete man im 9. bis
11.Jh. als „calve“.
Laut Chronik soll ein Graf Heinrich von der Osterburg 1164 eine Kirche gestiftet haben.
1518 wurde die Familie v. Jagow mit Calberwisch belehnt.
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Kirche Calberwisch
Baujahr: 1169
Schutzheilige: Maria Magdalena
Bauherr: Graf Heinrich v. Osterburg
Dreiteilige Kirche: Turm, Schiff, Chor,
- Turm in Breite des Schiffes
- Chor quadratisch
- Mauerwerk aus regelmäßigen Bahnen gleich großer Steine
Turm:
- Oberer Teil bereits im gotischen Stil umgebaut (etwa 14. oder 15. Jh.)
- Einfassungen der Nischen mit rot und schwarz glasierten Backsteinen
- 1536 Glockengeschoss erneuert
- 1726 Turm wegen Baufälligkeit erneuert
- Zugang zum Schiff nachträglich erweitert
Glocken:
- ursprünglich zwei Bronzeglocken mit gotischen Minuskeln (kl. Buchstaben) und der Zahl 1465
- Glocke v. 1767 (Magdeburg),
- im 1. Weltkrieg abgegeben
Schiff und Chor:
- Ebenso wie Turm stark verändert
- 1598 Erweiterung zweier Fenster
- 1880 Umgestaltung des Südportals bei größerer Wiederherstellung der Kirche
Chor:
- Außengiebel im Grätenmuster
- Kreuzgratgewölbe aus Feldsteinen und Ziegeln
- eichener Dachstuhl über dem Gewölbe
- Malereien 1880 überweißt
Ausstattung:
Nach Reformation und 30jährigen Krieg - Kruzifix, gotisch, 15. Jh.
Die Kirche hat ihre Ausstattung im wesentlichen bei der Wiederherstellung um 1880 erhalten.
- Altar (barocker Altaraufsatz von 1715 wurde entfernt)
- Gestühl
- Patronatsstuhl mit Wappentafel (v. Jagow)
- Empore
- Kanzel unter Verwendung alter Teile des barocken Altaraufsatzes mit 5 gemalten Tafeln, Christus und die 4 Evangelisten
- Taufstein gestiftet von Maria v. Jagow
Grabdenkmale:
Im Schiff links und rechts vom Durchgang zum Turm Achatz Georg v. Jagow, (Sohn des Erasmus),
geb. 1687; gest. 1689
mit Familienwappen
- v. Jagow
- v. Putlitz
- v. Winterfeld
- v. Meding
Sandsteintafel von 1880 für die Glieder der Familie v. Jagow von 1638 - 1795