Königsmark

Die älteste, den Ort Königsmark betreffende, beglaubigte Nachricht datiert aus dem Jahre 1164.  
Einst von den Wenden bewohnt, siedelte Albrecht der Bär hier deutsche und holländische Kolonisten an.
 
Königsmark war aber schon aber schon früher besiedelt, was Urnenfunde belegen. Solche Urnenfelder entstanden ca. 400 v. Chr. bis 600 n. Chr., was auf eine Besiedlung durch Germanen schließen lässt. Man vermutet, dass der Ort zwischen 531 – 800 n. Chr. gegründet wurde.
 
Im Jahre 1225 wird in einer Urkunde ein Heinrich von Königsmark als Zeuge genannt. Dieser Heinrich von Königsmark wird als erster in Königsmark ansässiger Edler erwähnt.
 
Es ist anzunehmen, dass Heinrich v. Königsmark Anfang des 15. Jahrhunderts das Stammhaus Königsmark verkauft hat Seit 1579 war die Familie von Königsmark nicht mehr in der Altmark ansässig.

1347 wurde auch Königsmark, wie ganz Europa, vom „Schwarzen Tod“, der Pest, heimgesucht. 
Während des 30jährigen Krieges wurde in der Wische und somit auch in Königsmark sehr viel vernichtet, deshalb verließen die Einwohner jahrelang dieses Gebiet. Nur zögernd kehrten die Menschen nach Kriegsende zurück, denn sie fanden meist zerstörte und ausgeplünderte Häuser vor.
 
Vom Anfang des 15. Jh. bis etwa 1483 war  wahrscheinlich die Familie von Rossow in Königsmark als Besitzer des Rittergutes ansässig. Seit Beginn des 16. Jh. befand sich der Rittersitz im Besitz der Familie von Redern.

 

Kirche Königsmark

 Baujahr: etwa 1164
Im Auftrag des Grafen Hinrich von Osterburg und Altenhausen hat vermutlich Pater Iso aus Diesdorf den Plan zum Bau der Kirche geliefert und den Bau geleitet. Wer sich die ehemalige Schönheit der Königsmarker Kirche vergegenwärtigen möchte, sollte die Klosterkirche in Diesdorf besichtigen.

Ursprünglich: Dreschiffige Basilika
Die Seitenschiffe wurden vermutlich im 30jährigen Krieg zerstört und danach abgerissen und die Arkaden vermauert.

 

Glocke:
Bronzeglocke 16. Jh., hölzernes Glockenjoch 1723

Innenausstattung:
- Orgel: 1864 gestiftet von Kaufmann Schnakenburg, Berlin
- 1989 erneuert Kanzel (Holz)
- 1595 mit Wappenschmuck
- zwei Bilder Altaraufsatz
- zwei Gemälde 1669:  Abendmahl, Auferstehung   

Taufstein: Sandstein 1964

Gedenktafel:  
- erinnert an die Gefallenen der beiden Weltkriege

Vor dem Altar, auf dem Boden eingefügt, verkünden Steinplatten durch ihre Inschriften, dass unter ihnen die Gebeine von vier Königsmarker Pfarrherren und einer Pfarrerstochter ruhen.

Vom Orgelchor an der Westwand führt eine schmale, hühnersteigenartige Treppe zur Uhr- und Glockenkammer.  Die Glockenkammer mit ihren acht Schalllöchern liegt unmittelbar unter dem Turmdach. Von hier genießt man einen schönen Ausblick über die nähere Umgebung von Königsmark. Dem Berliner Kaufmann Schnakenburg, dessen einzige Tochter auf dem Friedhof zu Königsmark begraben liegt, hat die Kirche den Besitz ihrer Orgel zu verdanken. Die Zerstörung der Kirche im 30-jährigen Krieg und die sich anschließende Wiederherstellung bewirkte ein völlig neues Bild des Bauwerkes.
Diese Bild wurde auch durch die in den folgenden Jahrhunderten durchgeführten Renovierungen (1716, 1819, 1864,1900) nicht verändert. Erst durch die Bauarbeiten zur 800-Jahrfeier der Kirchengründung 1964 wurde das Innere der Kirche neu gestaltet. Eng verbunden mit der Kirche war im Mittelalter das Schulwesen. Küster bzw. Unterküster unterrichteten die Kinder im Lesen, Schreiben, Katechismus und Singen.