Martin Carl Philipp Gropius

Gropius Bau in BerlinMartin Gropius war ein bedeutender Architekt seiner Zeit. Als Schüler Schinkels war er in dessen Nachfolge ein konsequenter Vertreter der "Hellenischen Renaissance" der Berliner Schule. Neben vielen Privathäusern baute er eine ganze Reihe von Repräsentationsbauten, Schulen und Krankenhäusern.

Martin-Gropius-Bau in Berlin

Sein Lebenslauf

Martin Gropius wurde am 11.08.1824 in Berlin geboren.

Nach dem Besuch des Köllnischen Gymnasiums und des Berliner Gewerbeinstituts studierte er ab
1849 an der Bauakademie, wo er
1850 die Bauführer-Prüfung und
1855 die Baumeister-Prüfung ablegte.

1855 bis 1856 Tätigkeit in der Bauabteilung des Handelsministeriums.

Ab 1856 wirkte Gropius als selbständiger Baumeister sowie bis
1865 als nebenamtlicher Lehrer und ab
1866 als Professor an der Bauakademie.

1866 gründete er gemeinsam mit Heino Schmieden die Architektenfirma Gropius & Schmieden, die sich zu einem der führenden Bauunternehmen in Berlin entwickelte.

1867 gehörte G. zu den Mitbegründern der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbe-Museums und wurde auch deren Leiter.

1869 wurde er zum Direktor der Königlichen Kunstschule und zum Leiter aller preußischen Kunstschulen berufen. Zugleich damit wurde G. zum Mitglied des Senats der Akademie der Künste gewählt.

1879 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigung Berliner Architekten und wurde

1880 Mitglied der Akademie des Bauwesens.

Martin Gropius starb am 13.12.1880 in Berlin.
Sein Ehrengrab – eine von ihm selbst entworfene Grabanlage (1868) – befindet sich auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof II (Kreuzberg).

Seine Bauwerke

Von ihm erbaute Gebäude waren u.a.:

Krankenhaus im Friedrichshain
1868–1874
Kunstgewerbe-Museum 1877–1881, heute Martin-Gropius-Bau, Kreuzberg
Kunstschule 1878–1880
Chirurgisches Universitäts-Klinikum 1878–1883, Universitäts-Augenklinik 
Universitäts-Frauenklinik
1878–1883
Gewandhaus Leipzig     
Universität Kiel
Großherzoglich Sächsische Landesirrenheilanstalt Jena ab 1876
Irren- und Pflegeanstalt Eberswalde 1862 - 1865

 
   Gewandhaus Leipzig 1905