Calberwisch ( rf ). Was die vorsichtigen Ankündigungen zur Wiederauferstehung von Schloss Calberwisch betrifft, hat sich Michael Dihlmann in seiner kurzen Zeit als Schlossherr schon öfter selbst Lügen gestraft. Das aber im positiven Sinn des Wortes. Nicht zuletzt die große Resonanz auf seine Veranstaltungen und sonstige Aktivitäten, die mit dem ersten Tag der offenen Tür vor fünf Monaten eingeläutet wurden, hat dafür gesorgt, dass mittlerweile in den letzten Kellerwinkel der Schlossidylle Leben einkehrt.
Die Liste, die die Pädagogin und Handwerkerin ihren Besuchern zum Ankreuzen bietet, ist lang und reicht vom Brotback- bis zum Flechtkurs, verspricht die Spurensuche mit dem Förster, bietet Wissenswertes rund um die ( Bio ) Landwirtschaft, lädt zur Tanzschule oder zur Gruselnacht mit Schlossgespenst ein, macht Lust auf altmärkische Geschichte, erzieht nebenbei zum Teamwork und lässt dabei auch den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen, um nur einen kleinen Auszug der Aufzählung wiederzugeben.
Dass die Bedingungen auf dem Anwesen ideal sind, davon konnten sich gestern viele kleine und große Besucher beim Frühlingsfest überzeugen. Für die Gäste hatten Jutta Zimnick und ihre zahlreichen Helfer ein breitgefächertes Angebot zusammengestellt, bei dem Basteln mit Naturmaterialien ebenso wenig fehlte wie Spiele oder Ponyreiten. Dabei ging es im Park nicht nur pädagogisch, sondern auch auf dem Grill, an der Erfrischungsstelle und am Kaffeestand ökologisch gewohnt wertvoll zu.
Dokument erstellt am 23.03.2009 um 06:06:08 Uhr
Erscheinungsdatum 23.03.2009 | Ausgabe: obg
Von Jörg Gerber
CALBERWISCH . Seit einiger Zeit kann auf Schloss Calberwisch wieder geheiratet werden. Das gab es schon einmal. Neu ist indes, dass ein Teil des Schlosses zum Kinder- und Jugendhotel eingerichtet wurde.
Frühlingsfest hieß es erstmals auf Schloss Calberwisch. Erstmals deshalb, weil zum Fest das Team vom Kinder- und Jugendhotel eingeladen hatte und Projektleiterin Jutta Zimnick den Besuchern die neue Adresse für Klassenfahrten und Projekttage vorstellen wollte.
Das Wetter spielte zwar nicht so richtig mit, dennoch aber kamen den ganzen Tag über die Gäste, sich zu informieren und zu sehen, was in alten Gemäuern Neues entstanden ist. Groß war das Angebot, so wurde beispielsweise der Weinkeller zum Sportraum umfunktioniert und Bacchus, der Geist des Weines, konnte zusehen, wie im Kellergewölbe Tischtennis gespielt wurde. Ebenfalls vor tollen Wandfliesenbilder, im angedachten Saunabereich, konnte gemalt und gebastelt werden. In anderen Räumen konnten die Besucher kleine Körbe flechten, sie konnten filzen oder auch Papiere schöpfen. Auf dem Rücken eines Ponys konnten die Kinder um das Schloss reiten, es wurde fleißig am Glücksrad gedreht und am Kuchenstand warteten selbst gebackener Kuchen und frischer Kaffee. Gleichzeitig wurde auf Schloss Calberwisch auch die Grillsaison eröffnet. Fleisch vom Biohof, also aus der eigenen Produktion, wartete auf die Besucher. Alles können Schulklassen, Gruppen oder Vereine nochmals erleben, denn das Schloss ist eine neue Adresse für Projekttage oder Klassenfahrten. Themen wie "Vom Korn zum Brot", "Vom Schaf zur Wolle", "Vom Rohr zum Korb" oder "Vom Obst zum Saft" sind nur ein kleiner Ausschnitt des breiten Angebotes. Dazu kommen Wissenstouren zum Bio- oder Spargelbauern, zum Pferdezüchter oder Wanderungen durch die altmärkische Wische, zur Straße der Romanik oder Landmaschinenausstellung in Düsedau oder Meseberg. Alles nur Ausschnitte eines umfangreichen Programms. Genau kann sich im Internet unter www.schloss-calberwisch.info informiert werden.
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Erscheinungsdatum 23.03.2009